Modelexikon
Schnürschuhe
Schnürschuhe: Die Alternative zum Massschuh
Als Schnürschuh bezeichnet man einen Schuh mit offenem Schaft, der mit einer Bandschnürung verschlossen wird. Die Schnürung ist fast immer mit einer sogenannten Zunge unterlegt, die dem Fussrücken aufliegt. Der Vorteil der Schnürschuhe gegenüber anderen Schuhformen besteht darin, dass die Schnürung auch bei unterschiedlichen Fussformen guten Halt und Formanpassung gewährt. Schnürschuhe finden daher auch in vielen Sportarten, die einen sicheren Kontakt zwischen Fuss und Schuh erfordern Verwendung und gehören zu den gebräuchlichsten Schuhformen. Schnürschuhe sind oft – je nach Verarbeitung und Material – Halbschuhe.
Schnürschuhe: Seit der Jungsteinzeit gebräuchlich
Die ältesten bis jetzt bei archäologischen Ausgrabungen gefundenen Schnürschuhe stammen aus Armenien und sind fünfeinhalb Jahrtausende alt. Selbst die Schnürsenkel des Halbschuhs aus Rindsleder waren noch gut erhalten. Der Fund beweist, dass Schnürschuhe bereits auf einer sehr frühen Kulturstufe der Menschheit gebräuchlich waren. In ihrer Jahrtausende währenden Geschichte sind die Schnürschuhe zahllosen Veränderungen unterworfen worden, bis sie ihre moderne Form erlangten. Besonders das 19. Jahrhundert brachte viele klassische Zuschnitte und Schuhformen hervor, die bis heute gebräuchlich sind, zum Beispiel den Derbyschaftschnitt, den Budapester oder den Balmoral.
Schnürschuhe sind vom lässigen Freizeitschuh bis zum eleganten Abendschuh für hochoffizielle Anlässe in allen Stilen und Preislagen erhältlich. Auch bei Damenschuhen gibt es ganz unterschiedliche Variationen.




