Modelexikon
Ledertasche
Die Ledertasche – hochwertiger Begleiter der Damen
Handtaschen werden bereits seit dem 18. Jahrhundert von Frauen verwendet, um ihre Habseligkeiten darin zu transportieren. Nachdem zunächst hauptsächlich kleine, unter der Kleidung befestigte Stoffbeutel zur Aufbewahrung verwendet werden, kommt mit den enger geschnittenen Röcken zunehmend die Ledertasche in Mode. Diese kann sich im 19. Jahrhundert durch die Erfindung des Metallrahmens endgültig gegen die Beutelform behaupten. Denn die Ledertasche ist deutlich strapazierfähiger als eine Stoffvariante. Daher werden die neuen Reisetaschen ebenfalls vornehmlich aus Leder gefertigt. Da nach dem Ersten Weltkrieg Leder knapp und damit sehr teuer ist, wird es in der Handtaschenfertigung kurzfristig von Baumwolle und den neu entwickelten synthetischen Stoffen beinahe gänzlich verdrängt. Die Ledertasche wird zu einer exklusiven Ware und damit zum Inbegriff der Luxusgüter.
Elegante und praktische Handtaschen
Bis heute gelten Ledertaschen beispielsweise von Madeleine im Gegensatz zu Stofftaschen oder Exemplaren aus Kunstleder als besonders hochwertig. Das liegt zum einen an der Langlebigkeit von Leder und zum anderen daran, dass das Material trotz seiner robusten Eigenschaften weich und leicht formbar ist. So kann es sein, dass eine Ledertasche im Lauf der Zeit an Wert gewinnt und als Vintage Variante hohe Preise erzielt. Dies gilt vor allem für die sogenannten IT-Bags, die durch Stilikonen wie Grace Kelly oder Jane Birkin berühmt geworden sind.




