Modelexikon
Jeans
Jeans – von der Arbeitshose zur rebellischen Haute Couture
Die Geschichte der Jeans zeigt sich international: Die ersten nach Amerika importierten Baumwollhosen kamen aus dem italienischen Genua. Zumal die französische Schreibweise dieser Stadt Genes lautet, inspirierte das die amerikanische Umgangssprache zu der Bezeichnung für dieses robuste Kleidungsstück aus Denimstoff: Jeans. Als der deutschstämmige Tuchhändler Levi Strauss sich 1872 mit dem lettischen Schneider Jakob Davis und dessen Idee der nietenverstärkten Hosen zusammenschliesst, ebnet dies den Weg dieses Allroundkleidungsstücks. Die beiden schneidern strapazierfähige Arbeitskleidung für die amerikanischen Goldsucher. Für Strauss beginnt mit dem Jeans Shop sein überaus erfolgreicher Weg.
Im Jeans Shop das Lifestyle-Argument erleben
Im Deutschland der 1960er Jahre wird die Jeans zu einem rebellischen Kleidungsstück, mit dem die jugendliche Generation sich bügelfaltenfrei und figurbetont gegen die Eltern stemmt. Die Jeans wird gesellschaftsfähig und avanciert zum jeweils trendigen Modeartikel. Über die damals im Jeans Shop erhältlichen Ausführungen Five-Pocket, Bootcut, Schlaghose oder Röhrenjeans definieren die Kids der Rock-and-Roll-Ära ihr Outfit. Ein Symbol für Rebellion und Jugend war die Jeans schon seit Marlon Brando und James Dean. Dass die Jeans figurbetont und sexy wirkt und als Haute Couture-Artikel längst anerkannt ist, beweisen Mode-Ikonen wie Claudia Schiffer oder Cindy Crawford. Mittlerweile existieren auf dem Modemarkt ausser den traditionell maskulin anmutenden Hosen auch Damenhosen und Jeansröcke sowie Jeansjacken. Der robuste, indigogefärbte Denimstoff ist besonders alltagstauglich.




