Modelexikon
Caprihose
Die Caprihose: Sportlich und elegant
Als Caprihose wird eine dreiviertellange Hose bezeichnet, wobei die Länge von unterhalb des Knies bis zur Wadenmitte variieren kann. Die Hosen sind immer eng anliegend geschnitten. Charakteristisch ist der geschlitzte Saum, der teilweise auch umgeschlagen werden kann und mit Knöpfen, Schnüren oder auch einem Reissverschluss versehen ist. Die Caprihose gehört in die Kategorie Freizeitkleidung und ist dementsprechend zumeist aus Baumwolle gefertigt und unifarben oder kariert.
Die Geschichte der Caprihose
Die deutsche Modedesignerin Sonja de Lennart stellte die Damenhose Ende der 40er Jahre in ihrer Caprikollektion vor. Den Namen verdankte die Kollektion der gleichnamigen Insel, für welche die Designerin ein Faible hatte und auf der sie viel Zeit verbrachte. Inspiriert von Sonne, Strand und Meer entwarf sie die Caprihose, die sportlichen Schick mit einem gewissen Sex-Appeal vereint. Nachdem die Caprihose daraufhin von einigen weiblichen Stars der damaligen Zeit entdeckt wurde, entwickelte sie sich in den 50er Jahren zu einem Modehit. Das Tragen der Caprihose galt in den 50er Jahren als besonders mutig und nicht wenige junge Frauen mussten auf sie verzichten, weil die Eltern solche Hosen skandalös fanden. Seitdem taucht die Caprihose in regelmässigen Abständen immer wieder in der Modewelt auf und hatte ihren letzten grossen Auftritt Anfang des 21. Jahrhunderts.




