Modelexikon
Blusenshirt
Das Blusenshirt: Vielseitigkeit ist Programm
Blusenshirts decken ein weites Feld ab: Von formal bis verspielt, von klassisch-streng bis experimentierfreudig reichen Schnitte und Dessins. Das Blusenshirt vereinigt Eigenschaften von Hemd, Shirt und Bluse, wobei mal das eine, mal das andere stärker betont wird. Damit ist das Blusenshirt ein sehr wandlungsfähiges Kleidungsstück, das – richtig kombiniert – sowohl bei halboffiziellen Anlässen als auch am Arbeitsplatz und in der Freizeit eine gute Figur machen kann.
Das Blusenshirt – vom pelusischen Rittergewand zur Damenbluse
Als die Kreuzfahrer nach Jerusalem zogen, bekamen sie es mit einem Problem zu tun: Sand. Aus der ägyptischen Stadt Pelusium (Tell el-Farama) stammt angeblich der ursprünglich blaue Überwurf, der verhindern sollte, dass Sand und Staub die Kettenhemden der Krieger unbeweglich machten. Das Wort „Bluse“ leitet sich vom mittellateinischen pelusia ab, womit dieser Staubkittel bezeichnet wurde. Als blouse begegnet sie uns in der Französischen Revolution wieder – kurz darauf findet man Blusen bereits als praktische Arbeitskleidung in einer Vielzahl von Berufen wieder.
Mit seiner kriegerischen Vergangenheit hat das Blusenshirt nur noch den Namen gemein. Eng oder weit geschnitten, folkloristisch bestickt mit Rundkragen oder uni mit Hemdkragen und aufgesetzten Taschen, fröhlich oder dezent begegnet uns heute diese zeitgemässe Form der Damenbluse, die eine Vielzahl unterschiedlicher Stile abdeckt. Hosenanzüge oder Blazer können ebenso gut damit kombiniert werden wie Cardigans, Jeans oder Röcke.




